Programme

Die folgende Auswahl zeigt die aktuellen Konzertprogramme von Alexander Schröder.


Aus den Salons von Paris

Mel Bonis trifft Frédéric Chopin

Mel Bonis / Gemälde von Charles Auguste Corbineau  1877
Mel Bonis / Gemälde von Charles Auguste Corbineau 1877

Frédéric Chopin

Polonaise cis-moll op. 26/1

 

Mel Bonis

Barcarolle Es-Dur op. 71

 

Frédéric Chopin

Nocturne G-Dur op. 37/2

 

Mel Bonis
Romance sans paroles Ges-Dur op. 11

Cloches lointaines C-Dur op. 121

Impromptu fis-moll op. 11


Frédéric Chopin

Mazurka h-moll op. 33/4
Mazurka B- Dur op. 17/1

Grande Valse brilliante F-Dur op. 34/3


Mel Bonis

Femmes de legende
- Desdémona e-moll op. 101
- Ophélie Es-Dur op. 165

- Viviane Ges-Dur op. 8

- Phoebé Des-Dur op. 30

- Salomé Des-Dur op. 100

Frédéric Chopin / Gemälde von Eugène Delacroix 1838
Frédéric Chopin / Gemälde von Eugène Delacroix 1838

Die französische Komponistin Mel Bonis (1858-1937) schuf ein vorzügliches Gesamtwerk im Stil der französischen Spätromantik. Zu ihren Hauptwerken gehören Konzertstücke für Klavier und der Zyklus „Femmes de legende“, ausdrucksstarke musikalische Psychogramme, die sich auf Frauengestalten aus der Antike und aus der Theaterwelt des William Shakespeare beziehen.

Die Kompositionen von Mel Bonis zeichnen sich vor allem durch überraschende harmonische Wendungen und unendlich strömende Melodien aus. Ihre musikalische Heimat hatte sie in den Salons von Paris gefunden, ebenso wie Frédéric Chopin einige Zeit vor ihr. Dort trafen sich Gleichgesinnte zum künstlerischen und intellektuellen Austausch.

Für Chopin (1810-1849) waren die Salons insbesondere das Podium, um seine Polonaisen, Mazurken und Walzer aufzuführen, welche ebenfalls meisterhafte psychologische Charakterstücke sind.

 

Die direkte Gegenüberstellung der Werke von Mel Bonis und Frédéric Chopin in stetigem Wechsel lässt einen höchst interessanten musikalischen Dialog zwischen zwei großen Künstlerpersönlichkeiten entstehen.  Ihre inneren Welten offenbaren sich in individuellen Tonsprachen und sind dennoch voller Gemeinsamkeiten.


Transformationen

Klaviermusik der Jahrhunderte

Domenico Scarlatti

Sonate E-Dur K 380 & e-moll K 98

 

Harald Genzmer
6 Préludes 1962/63

 

Domenico Scarlatti

Sonate f-moll K 183 & f-moll K 386

 

Giovanni Sgambati

Mélodie de Gluck

 

Ernst Toch

Capriccetti op. 36

 

Ottorino Respighi

Antiche danze ed arie

Secolo XVI e XVII


Heiterkeit und Leichtigkeit zeichnen das Programm „Transformationen“ aus. Ausgehend vom Mythos von Orpheus und Eurydike lässt es verschiedene musikalische Spielarten von Übergängen erklingen. Es entsteht eine eigene spannende Geschichte über Entwicklungen und Zusammenhänge voller Kraft und Poesie.

 

Im Zentrum steht die wunderbar poetische Klavierfassung der Ballettmusik aus der Oper Orpheus und Eurydike, welche dem italienischen Komponisten Giovanni Sgambati (1841-1914) seinerzeit zu Weltruhm verholfen hat. Den spielfreudigen Rahmen des Programms bilden die originalen Klaviersonaten von Domenico Scarlatti (1685-1757), stilistisch gut ergänzt von den pianistisch anspruchsvollen Antiche danze ed arie des italienischen Romantikers Ottorino Respighi (1879-1936).

 

Den musikalischen Bogen in die Klassische Moderne spannen die heiteren Capriccetti von Ernst Toch (1887-1964) und die kraftvollen Préludes 1962/63 von Harald Genzmer (1909-2007).

 

Die subtile Klangwelt von Ernst Toch zeichnet sich durch einen gelungenen Spagat zwischen romantischer Stilistik und neuer Sachlichkeit aus. Das kraftvolle Gegenstück bildet die Musik von Harald Genzmer, die auf dem Boden einer definierten Tonalität vital und verständlich ist.


Zeitreisen

Scarlatti und die Klassische Moderne

Domenico Scarlatti / Grafik von Peter Bucker
Domenico Scarlatti / Grafik von Peter Bucker

Domenico Scarlatti

Sonaten C-Dur K 460 & C-Dur K 461

 

Harald Genzmer
6 Préludes 1962/63


Domenico Scarlatti

Sonaten d-moll K 213 & d-moll K 141

Paul Hindemith
Zweite Sonate 1936

 

Domenico Scarlatti
Sonaten f-moll K 183 & f-moll K 386

Harald Genzmer
Suite in C 1948

 


Das Programm „Zeitreisen - Scarlatti und die Klassische Moderne“ verspricht einen außergewöhnlichen Klavierabend in der Kombination der virtuosen Sonaten des italienischen Komponisten Domenico Scarlatti mit zwei bedeutenden Vertretern der Klassischen Moderne, Paul Hindemith und Harald Genzmer.
 

Domenico Scarlatti (1685-1757) schrieb mehr als 550 sehr phantasievolle und erfindungsreiche Sonaten. In diesem Konzert werden je zwei dieser kurzen Charakterstücke den Werken der Moderne als Referenz und Gegenpart vorangestellt.

 

Als einer der führenden Vertreter der Neuen Musik stand Paul Hindemith (1895-1963) in jungen Jahren mit Parodie und bissiger Satire im Ruf eines komponierenden Bürgerschrecks. Seine zweite Sonate 1936 offenbart auch seine lyrische Seite und satztechnische Meisterschaft auf Augenhöhe mit den großen historischen Vorbildern.

 

Harald Genzmer (1909-2007) war ein Schüler Hindemiths und legte größten Wert auf eine Musiksprache, welche allgemein verständlich und gut nachvollziehbar sein sollte. Seine Préludes 1962/63 sind meisterhafte Miniaturen mit großem pianistischen Anspruch. Mit neuartigen percussiven Spielelementen, sonst aber traditionell in Tonart und Aufbau zeigt sich seine Suite in C 1948. Kraftvoll und spielfreudig entfaltet sie einen wahren Klangrausch voll großer Emotionalität.
 

Dieses inhaltlich und ästhetisch gut begründete Konzertprogramm bietet begeisternde Klaviermusik von ihrer besten Seite.